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Faszination Free-to-Play - Eine Analyse

GGGames.deDie Anzahl der Free to Play-Spiele (oder auch Free2Play) wächst rasant. Das liegt möglicherweise auch daran, dass das Geschäftsmodell von Free2Play sehr einfach strukturiert und daher leicht zu erklären ist. Die Basis-Spiele können kostenfrei gespielt, Zusatzinhalte müssen käuflich erworben werden.

Die Fangemeinde der Free to Play Spiele erfreut sich kontinuierlichen Wachstums. Das Unternehmen Sony konnte durch die Umstellung des Spiels "SingStar" auf das Free to Play-Modell rund 1,5 Millionen neue Nutzer gewinnen. Eine Analyse, die während der Gamescom 2013 in Köln durchgeführt wurde, bestätigt diesen Trend: 65 Prozent der befragten Entwickler sind der Meinung, dass das Modell des Free2Play-Spiele über auf längere Sicht profitabel machen.

Untermauert wird diese Analyse auch durch die Reaktionen der Entwickler. Titel wie "Star Wars: The Old Republic", "Herr der Ringe Online" oder "Star Trek Online" wurden vom ehemaligem Abo-Modell auf das Free to Play-Modell umgestellt. Dadurch konnte die Talfahrt der Abonnentenzahl gestoppt werden, in vielen Fällen erfolgte sogar eine deutliche Steigerung der Umsätze.

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Wie generiert ein Free-to-Play-Titel Umsatz?

Zum einen wird Umsatz durch Werbeblöcke erzielt, die während des Spiels eingeblendet werden. Doch deutlich mehr Umsatz bringen Spieler, die in das Spiel investieren. Der Spieler kann seine Ingame-Ressourcen aufstocken (Spielgeld, Munition, Ausrüstung), Wartezeiten verkürzen oder Level freischalten. Das kommt bei der Spielergemeinschaft an. Laut "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" haben im Jahr 2012 etwa 4,7 Millionen Menschen in Deutschland für virtuelle Inhalte Geld ausgegeben. Das sind zirka eine Million Menschen mehr als 2011. Im Durchschnitt investiert ein deutscher Spieler 48,30 Euro im Jahr.

Ein Großteil der Free2Play-Spiele sind Browsergames. Dabei handelt es sich um Spiele, die einen Webbrowser als Benutzerschnittstelle verwenden. Bekannte Vertreter dieser kostenlosen Browsergames sind "Forge of Empire"," Grepolis" oder "Pirate Storm". Zu den größten Anbietern von Browsergames zählen Bigpoint und Gameforge.

Neben den Browsergames gibt es auch clientgebundene, vollwertige Free to Play-Spiele der verschiedensten Genres: von Online Rollenspielen wie "RIFT", "Star Trek Online" und "DOTA 2" über Rennspiele wie "Need for Speed World" oder das Strategiespiel "Anno Online". Clientgebundene Spiele sind von ihrer Komplexität und Grafik den Browsergames meistens um ein Vielfaches überlegen.

Vor- und Nachteile der Browsergames

Der größte Vorteil eines Browsergames liegt bereits in der Spielbezeichnung begründet: Es wird über einen Webbrowser gespielt. Auf dieser Basis ist es möglich, von verschiedenen Orten auf das Spiel zuzugreifen. Dabei kann unterschiedliche Hardware wie beispielsweise Desktop, Laptop oder Smartphone verwendet werden, da keine Software installiert werden muss.

Ein weiterer Vorteil ist die Verbundenheit mit der Community. Spieler können sich untereinander "Leben" schenken, beim Freischalten von Level helfen, untereinander hilfreiche Gegenstände tauschen oder in gemeinsamen Allianzen Missionen, sogenannte Quests, bestreiten. Von realen Freundschaften bis zu Eheschließungen konnte aus solchen Communitys berichtet werden.

Aber wo Licht ist, fällt auch Schatten. Das gilt auch für Browergames. Ein wesentlicher Nachteil dieser Spiele ist, dass die Games auf dem Server des Anbieters abgewickelt werden. Dadurch wird der Spielverlauf nicht durch ein "Logout" beendet. Handlungen anderer User können auf den Spielverlauf eines Spielers verheerende Auswirkungen haben, ohne dass es der Spieler bemerkt. Dies bringt einen immer währenden Konkurrenzkampf mit sich. Um diesen Effekt weitgehend auszuschließen, ist eine regelmäßige Onlinepräsenz der Spieler unverzichtbar.

Ein weiterer Vorteil clientgebundener Free to Play-Titel liegt darin, dass ein Spieler das Spiel kennenlernen und austesten kann, da es kostenlos zum Download angeboten wird. Im direkten Genre-Vergleich mit den herkömmlichen Kaufversionen ist die Missionsvielfalt und virtuelle Welt bei den meisten Online-Spielen um einiges größer und komplexer, da eine konstante Weiterentwicklung immer neue Missionen und Orte ins Spiel integriert.

Die Kehrseite der Medaille sind die Kosten, denn Free to Play ist leider nicht ausschließlich kostenlos. Der Spieler wird zwar nicht gezwungen, Geld für sein Spiel auszugeben. Allerdings wird er bei einer rein kostenlosen Nutzung schnell an Grenzen des Spiels stoßen. So müssen beispielsweise lange Wartenzeiten hingenommen werden. Bei vollwertigen Titeln sind Spieler, die kein Geld ausgeben, durch schlechtere Ausrüstung und Gegenstände benachteiligt - sehr zum Unmut der User.

GGGames.deDie wachsende Unzufriedenheit der Nutzer hat viele Entwickler umdenken lassen. Ein gutes Beispiel dafür ist DOTA 2 von Valve, ein Action-Rollenspiel mit strategischen Elementen. Alle kostenpflichtigen Inhalte seien von rein kosmetischer Natur, wird von Valve bestätigt. Dies bedeutet zum Beispiel ein anderes Aussehen des Charakters und der Spielinhalte. Bei DOTA 2 erkauft sich der User also keine spielrelevanten Vorteile durch Gegenstände, die im Shop erworben werden können.

Fazit

Free2Play ist ein schnell wachsendes Modell, das sich einen festen Platz in der Computerspielbranche erobert hat. Immer mehr Entwickler produzieren Spiele, die auf dieses Modell aufbauen. Aus aktueller Sicht wird es das herkömmliche Bezahlmodell zwar nicht komplett ablösen, eine Vormachtstellung bei den Spielemodellen ist aber durchaus realistisch.

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